Home » Branchenreport Sanitär, Heizung, Sanitär aktuell, Wasserinstallation

Wasserschaden durch unsachgemäße Installation

20. September 2010 Ein Kommentar

Was viele eigentlich schon lange gewusst haben, hat das Dekralabor nun auch wissenschaftlich durch eine Studie belegt. Am häufigsten findet ein Wasserschaden seine Ursache nicht etwas im Materialverschleiß, sondern durch handwerkliche Defizite und das Verwenden von Billigprodukten.

Pfusch, Gammel, Wasserschaden

Dabei kommt es häufig schon in der Planungsphase zu enormen Fehlern, die eine fachlich korrekte Funktion der Bauteile unmöglich machen. Die Dekra hat sich über 200 nicht geklärte Fälle von Wasserschaden genauer betrachtet und dabei festgestellt, dass viele Schäden durch zu hohe Spannungen im verbauten Material liegen und damit auf Bauteile einwirken, die auf Dauer diesem Druck nicht standgehalten.

36 % aller Fälle von Wasserschaden trugen diese Ursache in sich. Ein großes Problem stellten auch Gewindeverbindungen die nicht sachgemäß verbunden waren da. So wurde vielerorts mit zu viel Hanf auf den Gewinden gearbeitet oder die Verschraubungen die fest angezogen. Auch die Wahl der richtigen Presszange für Kupferleitungen scheint einige Monteure vor schwierige Aufgaben zu stellen.
Stärkster Verfolger mit einem Prozent weniger ist der Wasserschaden, der durch Korrosion entsteht. Hier sind die häufigsten Probleme die falsche Materialwahl und vor allem auch fehlende Filter, die verhindern sollen, dass korrosionsfördernde Partikel in das Rohrleitungssystem eindringen.
Platz 3 belegen Produkte, die schon vor der Montage unbrauchbar und oft auch fehlerhaft konstruiert waren. Hier wurde vermehrt am Material gespart und auf Tests, was Wärmebehandlung und chemische Zusammensetzungen angeht verzichtet.

Fachmann und DVGW-Zeichen in Kombination

All diese Ursachen können durch einen ordnungsgemäßen Umgang und die richtigen Materialien einen Wasserschaden verhindern. Darum sei vor allem darauf hingewiesen, dass Bauteile, die das DVGW-Zeichen – ein unabhängiges Prüfzertifikat – tragen bevorzugt gekauft werden sollten. Darüber hinaus sollten komplexe Aufgaben, wie zum Beispiel die Leitungsführung, einem ausgebildeten Anlagenmechaniker überlassen, werden. Es wäre doch ärgerlich am Anfang 250 € zu sparen und später 2500 € draufzulegen.

Ein Kommentar »

  • Tomas Andersson schrieb:

    Mit eurem neuen Beitrag habt ihr in mir wohl einen neuen Stammleser gefunden

Hinterlasse eine Antwort !

Add your comment below, or trackback from your own site. You can also subscribe to these comments via RSS.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar.