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Wärmedämmung: Bundesregierung macht Weg für höhere Mieten frei

29. September 2010 Kein Kommentar
Wird die Miete wieder höher?

Wird die Miete wieder höher? - © svilen001 by stock.xchng

Wie heute bekannt wurde, hat Kanzlerin Merkel sich ein weiteres Mal zur verunglückten Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung geäußert. So soll es Vermietern von Immobilien zukünftig gestattet sein, die Sanierungen im Bezug auf Wärmedämmung auf ihre Mieter umzulegen. Ein Aufschrei geht durch die Mieterschutzbünde.

Steigende Grundkosten werden für viele zum Problem

Das Energie gespart werden muss, haben mittlerweile wohl alle verstanden. Und gerade auf Druck von Umweltminister Norbert Röttgen, ist das drastische Energiesparpaket so geschnürt worden, wie es jetzt steht.
Dieses beinhaltet unter anderem auch, dass die Kosten, die entstehen, wenn ein Haus im Bezug auf Niedrigenergie fit gemacht wird, am Ende der Mieter zahlt.
Wie Merkel der Süddeutschen Zeitung mager mitteilte: „findet das natürlich nicht jeder auf den ersten Blick gut.“
Merkel argumentierte weiterhin, dass sich die Investition für beide Seiten, also für Vermieter und Mieter lohnen müsse. Der Mieter habe ja am Ende durch die – mithilfe der Wärmedämmung – niedrigeren Nebenkosten wieder das Gleiche im Portemonnaie. Hier macht die Kanzlerin jedoch nach Meinung der Opposition einen erheblichen Denkfehler. Im Fall das Solaranlagen in Mehrfamilienhäuser von Vermietern eingebaut werden (Sanitär24 berichtete), entsteht aufgrund der schnellen Amortisationszeit eine Win-Win-Situation. Die Verbauung von Wärmedämmung sei zwar in jedem Fall eine unerlässliche Sache, die Zeiten, bis der Mieter hier entlastet werde, wären aber wesentlich länger, sodass gerade am Anfang ein drastischer Anstieg der Miete die Folge wäre.
Darum gehen vor allem die Mieterschutzbünde auf die Barrikaden. „Es kann nicht sein, das die Mieter erst jahrelang durch veraltete Heizungsanlagen wahnsinnige Energiekosten bezahlen müssen und dann, wenn der Vermieter aufgrund von neuen Verordnungen dazu gezwungen ist Wärmedämmung nachzurüsten auch das noch bezahlen sollen“, so ein Mitarbeiter.
Insgesamt steht die Energiepolitik von Schwarz-Gelb in der Kritik, vor allem wegen der von vielen Mitgliedern der Koalition geforderten Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke. Eine endgültige Entscheidung über den weiteren Fahrplan für die Energiepolitik soll noch in diesem Herbst fallen.

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