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Verbindungsarten für Rohrsysteme Teil 1

16. August 2010 Kein Kommentar

Im Sanitärbereich gibt es etliche Arten von Rohrsystemen. Doch nicht nur die verwendeten Materialien unterscheiden sich grundlegend voneinander. Auch die Verbindungsarten differenzieren sich. Eine kleine Zusammenfassung der Rohrsysteme und ihre Verbindungsarten in drei Teilen.

Kunststoffrohre mit Muffenverbindungen

Bei Rohrsystemen aus Kunststoff, wie bspw. HT- oder auch KG-Rohr, werden die einzelnen Bögen und Enden durch ein Steckmuffensystem verbunden. In diesen Steckmuffen sitzen Gummidichtungen, die zur Abdichtung dienen. Diese Rohrsysteme sind natürlich nicht für hohe Drücke, sondern nur für Abwasserleitungen geeignet.

Kunststoffrohre mit Schweißverbindungen

Aber auch unter den Kunststoffleitungen gibt es Rohrsysteme, die für druckintensive Anlagen, wie die Wasser- und Druckluftversorgung geeignet sind. Ein Beispiel hierfür sind die PE-Rohre. Sie können mit Muffen, die durch elektrischen Strom erhitzt werden, oder aber von Hand an einem Schweißspiegel verklebt werden.

Kupferrohre mit Lötverbindungen

Kupfer ist ein traditioneller Werkstoff für Trinkwasser- und Gasleitungen. Diese Rohre können auf drei Arten verbunden werden. Eine Methode ist das Weichlöten. Hier werden Rohr und Muffe mit einem Propan- oder Butangasbrenner auf etwa 350 – 400 °C erhitzt und mit einem Lot aus Zinn und einem säurehaltigen Flussmittel verdichtet. Das Lot wird dabei an der Nahtstelle eingeschmolzen und zieht sich durch die sogenannten Kapillarkräfte in den Zwischenraum zwischen Muffe und Rohr. Beim Erkalten härtet das Zinn wieder aus und bildet so eine statische Verbindung. Durch erneutes Erhitzen kann das Lot auch wieder verflüssigt und die Verbindung zwischen Muffe und Rohr getrennt werden, um zum Beispiel eine Leitungsänderung oder -reparatur zu ermöglichen. Vor dem Löten ist das Rohr grundsätzlich mit einem Reinigungsfleece von der Oxidationsschicht und Rückständen zu befreien, um einen sauberen Flussprozess des Lotes zu gewährleisten.

Die Methode des Hartlötens funktioniert nach der gleichen Methode, mit dem Unterschied, dass hier eine Temperatur von über 450 °C notwendig ist und das Lot nicht auf einer Zinn-, sondern einer Messingbasis beruht. Darüber hinaus ist das Flussmittel in Hartloten bereits integriert. Bei Rohrsystemen, die Gas führen und aus Kupfer gefertigt werden, ist das Hartlöten Pflicht.

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