Schadstoffe aus dem Regenwasser filtern

Die Kanalisation in Städten wird seit Jahrzehnten schwer belastet. Mit dem Niederschlag werden Schwermetalle, Mineralölrückstände und Kohlenwasserstoffe hinuntergespült. Der namenhafte PVC-Hersteller 3P will dem mit einem neuen System ein Ende bereiten.

Filter für das Regenwasser

Die Lösung ist ein Filter, der gesundheitsschädigende Schwermetalle, wie Zink, Kadmium, Blei und Kupfer, die in Mineralölen enthalten sind, zurückhält. Auch die besonders belastenden polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) sollen dabei kein Problem darstellen. Bis zu 80 % der giftigen Inhaltsstoffe soll das sogenannte Hydrosystem Heavy traffic dabei dem Regenwasser entziehen. Dadurch würde die spätere Qualität nahezu der von Nord-Rhein-westfälischem Trinkwasser entsprechen. Dadurch könnte gerade in Regionen, in denen die Bodenzone begrenzten Raum bietet oder dort wo in keinem Fall gesundheitsschädigende Stoffe ins Abwasser gelangen, eine echte Alternative vorliegen.
Denn das System funktioniert denkbar einfach in zwei Abschnitten. In der ersten Stufe werden über einen hydrodynamischen Abscheider die zu filternden Partikel sedimentiert und in einem Sammelschlammbecken aufgefangen.
In der zweiten Stufe wird das Regenwasser über ein Aufstromverfahren durch das Filterelement geschickt. Dabei entstehen die Prozesse der Filtration und Absorption von chemischen Produkten.
Als zusätzliche Absicherung des Systems ist eine Leichtstoffsperre verbaut. Sie kann voluminösere Mengen von Kraftstoff oder Öl aufhalten, die zum Beispiel in der unmittelbaren Umgebung von Tankstellen auftreten. Das Sammelsystem ist zwar in sich geschlossen, kann aber von Außen beeinflusst und gewartet werden. Zum Beispiel, um überschüssige Reststoffe zu entfernen.
Laut Herstellerangaben kann mit dem Hydrosystem das Regenwasser auf einer Straßenfläche bis zum 500 m² eingesetzt werden. In sämtlichen Testverfahren aber konnte das Regenwasser-System mit 1 km² sogar das Doppelte bewältigen.

Regenwasser-Filtersystem an Vorgaben angepasst

Neben den in vollem Umfang bestandenen Testphasen wurde das Hydrosystem als Erstes auf dem Markt mit der bauaufsichtlichen Zulassung (abZ) des Deutschen Instituts für Bautechnik ausgestattet.