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PE-, HT- und KG-Rohr: Unterschiede der Abwasserleitungen Teil 1

16. August 2010 Kein Kommentar

In den vergangenen Jahren ist insbesondere auf dem Markt der Abwassersysteme viel passiert. Neue Verbindungssysteme für Abwasserrohre sind entwickelt worden, um gerade Leitungen, die im Erdreich verbaut werden und später nur schwer zugänglich sind, in Richtung Wartungsfreiheit zu optimieren. Eine Serie über die verschiedenen Rohrarten und ihre Eigenschaften.

KG-Rohr als Abwasserleitung für Ausenbereiche

Bei KG (Kanalgrundrohr) handelt es sich um Kunststoffrohre, die sehr starr und widerstandsfähig sind und im Muffensystem mit Gummidichtung verarbeitet werden. Sie werden für den vom Kanalanschluss bis zum Hausanschluss im Erdreich verwendet und sind orange eingefärbt.
Sie müssen in einem Gefälle außerhalb von Gebäuden nach DIN EN 752-4 bei Durchmessern kleiner DN 300 mindestens 1:DN aufweisen, geringere Gefälle sind nur zulässig, wenn sich täglich eine zur Selbstreinhaltung erforderliche Fließgeschwindigkeit von mindestens 0,7 m/s einstellt.
Innerhalb des Hauses dürfen sie wegen Ihrer geringen Hitzebeständigkeit von nur 65 ° und der beinhalteten Härtemittel, die bei einem Brand toxische Gase entwickeln würden, nicht integriert werden.
Sie werden in einer Dimensionierung von DN 100 bis 500 mm hergestellt. Rohrlängen sind ab 500 bis 5000 mm erhältlich. Die simpelste Form, die auch überwiegend verarbeitet wird, besteht aus einer Polyvinylchlorid-Verbindung.
Der größte Nachteil an diesen Abwasserleitungen sind ihre Dichtungen. Einfache Dichtungsringe aus Gummi sind in den Steckmuffen integriert. Im Laufe der Jahre werden sie angegriffen und entwickeln dadurch Undichtigkeiten. Schon kleinste Wasseraustritte aus der Abwasserleitung reichen aus, um das Wurzelwerk in der Umgebung der Abwasserleitungen anzulocken, was daraufhin in Richtung dieser ungewollten Wasserquellen und später in die Rohre selbst wächst. Dadurch bilden sich Geflechte innerhalb der Abwasserleitungen und führen auf mittelfristige Sicht zu festen Verstopfungen.
In vielen Fällen ist dann einer hoher Aufwand erforderlich, um die Abwasserleitungen wieder abflusssicher zu machen. Darum wird heute vielerorts PE-Rohr, dass durch ein Verschweißsystem wesentlich beständiger ist, benutzt (siehe Teil 3).

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