Passivhaus aktuell: Tag der offenen Tür

Ein Passivhaus reduziert die Heizkosten erheblich
Ein Passivhaus reduziert die Heizkosten erheblich - © Johannes Gerstenberg

Dresden – Am „Tag des Passivhauses“ öffnen Passivhausbesitzer mittlerweile zum 7. Mal ihre Türen für alle, die sich über die Funktionsweise eines Eigenheims informieren möchten. Viele Interessierte können sich nur schwer vorstellen, dass ein Haus ohne eine klassische Heizungsanlage auskommt, und haben die Möglichkeit, sich von der Funktionsweise zu überzeugen.

Funktionsprinzip eines Passivhauses


Beim Passivhaus handelt es sich um ein Gebäude, dass ohne eine „normale“ Heizungsanlage auskommt und dadurch rund 90 Prozent weniger Heizkosten verursacht. Der größte Teil des Wärmebedarfs wird über sogenannte passive Quellen abgedeckt. Dazu zählen beispielsweise die Sonneneinstrahlung und die Abwärme elektrischer Geräte.

Außerdem ist die Reduzierung der Energieverluste ein zentraler Punkt beim Bau eines Passivhauses. Diese wird durch eine gute Wärmedämmung aller Flächen erreicht. Dafür sind die Häuser in Deutschland mit dreifach verglasten Fenstern ausgestattet. Zwar haben diese einen schlechteren Wärmedurchgangskoeffizienten als gut gedämmte Wände, weisen dafür aber eine positive Bilanz durch solare Energiegewinne auf. Bei der Auswahl geeigneter Fenster wird darauf geachtet, dass diese möglichst schmale Profile haben. Denn über die Rahmen wird deutlich mehr Wärme nach außen abgegeben als über die Glasflächen.

Des Weiteren spielt die Lüftung eine große Rolle. In einem Passivhaus ist eine Lüftungsanlage verbaut, die den Abtransport von Wasserdampf reguliert, sodass das regelmäßig Lüften entfällt. Auch dadurch geht weniger Wärme verloren.


Das Passivhaus live erleben


Die Passivhausbauweise ist nicht auf einzelne Bautypen wie Einfamilienhäuser beschränkt. Vom 12. bis zum 14. November 2010 kann man sich beispielsweise in der neu erbauten 62. Grundschule in Dresden davon überzeugen, wie der Wärmebedarf eines Massivbaus mit einer Energiebezugsfläche von rund 2.800m² über passive Quellen abgedeckt wird.

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