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Neuester Stand bei Brennstoffzellen-Heizgeräten

19. Oktober 2010 Kein Kommentar
Brennstoffzellen statt Batterien

Brennstoffzellen statt Batterien - © ctr by stock.xchng

Berlin - Der Heizungsmarkt will einfach nicht reagieren. Im Rahmen des sogenannten Callux-Praxistests – einer Initiative bestehend aus Partnern der Energiewirtschaft und Heizgeräteindustrie sowie unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) – hatte es sich zur Aufgabe gemacht bis zum Jahr 2012 800 Heizgeräte, die mit Brennstoffzellen betrieben werden, im Rahmen einer Feldstudie in deutschen Haushalten zu installieren.
Aktueller Stand ist, das bisher gerade einmal ein Zehntel der Geräte an den Mann gebracht wurden. Jetzt ist Ursachenforschung angesagt.


Ursachen für die Verzögerung der Installation der Brennstoffzellen-Geräte

Hauptargument für de Abweichung vom Soll, stellen nach Herstellerangaben vor allem die hohen Entwicklungskosten dar. Damit ist aber nur an der Oberfläche gekratzt. In den Beratungszimmern der teilnehmenden Unternehmen heißt es, dass es schwer wäre, ausreichend Fachfirmen zu organisieren, die Brennstoffzellen-Geräte installieren würden.
Die Heizungsbranche habe bereits das Interesse an der Heiztechnik mit Brennstoffzellen verloren.
Alle würden nur noch auf die neuen Mikrogeräte warten, die mit Stirlingmotor-Antrieb ausgestattet sind. Außerdem wird der wirtschaftliche Aufschwung als weiterer Grund genannt. Gerade auch auf dem Sektor der Wärmepumpen ist ein starker Konjunkturanstieg zu beobachten und in Kombination mit Brennwertgeräten lassen sich nun mal hohe Wirkungsgrade erzielen.
Das alles habe dazu geführt, dass die Zahlen nicht stimmen. Dass sich ein namenhafter Hersteller bereits im vergangenen Jahr aus dem Programm entzogen hat, weil er den Nutzen anzweifelte, wird da gern oft unter den Tisch fallen gelassen. Vonseiten der Hersteller ist daher wenig Panik zu spüren. Alles liefe nach Plan, lautet die offizielle Aussage. Aber die Experten sind sich sicher: Weder werden am Ende des vierten Quartals 2013 800 Geräte in deutschen Haushalten hängen, noch werden 2020 72000 Seriengeräte jährlich über den Ladentisch des SHK-Fachhandels gehen.

60 % Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle als Heilsbringer?

Die Unternehmen müssen daher nun schnell reagieren. Während die “Big Player” der Branche noch herumschraubten, um das ein oder andere Prozent mehr Wirkungsgrad herauszuholen, hat ein australischer Hersteller ein Brennstoffzellengerät auf den Markt geworfen auf dessen Datenblatt 60 % Netto-Wirkungsgrad verzeichnet sind. Selbst bei 25% Teillast ist noch von 40 % die Rede. Das entspricht dem doppelten, was die Geräte aus den deutschen SHK-Schmieden leisten. Der australische Powerheizer könnte der Heilsbringer für das zu scheitern drohende Projekt sein und wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Brennstoffzelle lenken. Die Branche wartet ab.

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