Neue Brennwerttechnik kommt aktuell bei der Erdgas-Heizung zum Einsatz

Die Brennwerttechnik verringert die Heizkosten
Die Brennwerttechnik verringert die Heizkosten - © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt by pixelio.de

BerlinBei der Brennwerttechnik wird, im Gegensatz zu herkömmlichen Heizungsanlagen, die Abluft ebenfalls zur Wärmeerzeugung genutzt. Dadurch wird eine vergleichsweise höhere Energieeffizienz erreicht. Für die Ausnutzung dieser Energiequelle sind bestimmte bauliche Änderungen an der Heizungsanlage notwendig.

Die Brennwerttechnik nutzt die Abluft

Bei der Brennwerttechnik wird das Abgas im Brennwertkessel bis zur Bildung von Kondensat abgekühlt. Dies geschieht über große Wärmeaustauschflächen. Dabei wird Energie bzw. Wärme freigesetzt, die wieder dem Heizkreislauf zugeführt werden kann. Bei einer herkömmlichen Heizung wird diese Abluft hingegen ungenutzt in die Umwelt abgeleitet. Der sogenannte latente Abgasverlust liegt bei etwa sechs bis elf Prozent.

Durch die nahezu vollständige Nutzung der eingesetzten Energie bei dieser Form der Heiztechnik kann, im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen, deutlich mehr Wärme erzeugt werden. Da weniger fossile Brennstoffe verbraucht werden und nicht so viel CO2 an die Umwelt abgegeben wird, kann einerseits ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden und andererseits werden so auch die Heizkosten reduziert. Die Brennwerttechnik kann grundsätzlich sowohl bei Heizungen mit Holzpellets als auch bei der Öl- oder Gasheizung zum Einsatz kommen. Aktuell hat sie sich jedoch nur bei Heizungsanlagen mit Erdgas durchgesetzt, da dort am meisten Wasser freigesetzt wird.

Brennwerttechnik – Welche Anforderungen muss die Anlage erfüllen

Das Kondensat, das bei der Brennwerttechnik anfällt, besitzt einen niedrigen pH-Wert und greift unedle Materialien an. Deshalb wurde eine Kondensation bei herkömmlichen Heizkesseln durch eatrem hohe Betriebstemperaturen verhindert.

Um eine Korrosion zu vermeiden, setzen die Anlagenmechaniker heutzutage druckdichte Rohre aus Edelstahl oder mit Teflonbeschichtung in den Schornstein ein, die die Abgase nach außen leiten. Das Kondenswasser, welches sich an der Innenseite des Rohres bildet, läuft dann zurück und wird gemeinsam mit dem Kondensat des Wärmetauschers abgeleitet. Die Säurebestandteile werden neutralisiert und in das Abwassernetz abgeführt. Dadurch wird unterbunden, dass die Säure in die Atmosphäre gelangt.