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Nachbesserungen beim EEWärmeG gefordert

30. November 2010 Kein Kommentar
EEWärmeG treibt Einsatz erneuerbarer Energien voran

EEWärmeG treibt Einsatz erneuerbarer Energien voran - © andrmorl by pixelio.de

WiesbadenDas 2009 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) soll sowohl den Ausbau als auch die Nutzung erneuerbarer Energien in Neu- und Bestandsbauten vorantreiben. Allerdings können die darin verankerten Ziele laut ZVSHK nicht allein durch die sogenannte Nutzungspflicht erreicht werden. Stattdessen ist eine grundlegende Modifizierung unerlässlich.

EEWärmeG: Ziel und Durchführung

Das EEWärmeG verfolgt das Ziel, den Anteil der regenerativen Energien bei der Wärmeerzeugung von derzeit rund sechs Prozent bis zum Jahr 2020 auf über 14 Prozent zu erhöhen. Dieses Vorhaben soll durch die sogenannte Nutzungspflicht erreicht werden. § 3 Abs. 1 des EEWärmeG besagt, dass bei der Erzeugung von Wärme bzw. Kälte in Neubauten ein bestimmter Prozentsatz an regenerativen Energien genutzt werden muss. Wird beispielsweise die Sonnenenergie verwendet, muss diese mindestens 15 Prozent des Wärmeenergiebedarfs abgedecken. Durch gasförmige Biomasse müssen sogar 30 Prozent des Bedarfs eines Hauses erzeugt werden.
Für Bestandsbauten ist im EEWärmeG eine Förderung für das Nachrüsten entsprechender Energielieferanten vorgesehen.

EEWärmeG: Ersatzmaßnahmen

Die Nutzungspflicht kann auch durch bestimmte Maßnahmen umgangen werden. Dazu zählen beispielsweise die Verwendung von technischer Abwärme sowie die Ausnutzung von Wärme aus effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Auch eine Steigerung der Energieeffizienz eines Gebäudes bzw. der Anschluss an ein Wärmenetz, dass seine Wärme zu mehr als 50 Prozent aus einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage gewinnt, heben die Nutzungspflicht auf.

EEWärmeG: Der Zentralverband SHK empfiehlt eine Modifizierung

Der ZVSHK hält das Erreichen der Ziele bezüglich des Anteils der erneuerbaren Energien bis 2020 mit den derzeitigen Inhalten des EEWärmeG für unrealistisch und hat einige Verbesserungsvorschläge:

  • Nicht nur der Einsatz regenerativer Energietechniken muss vorangetrieben werden. Auch eine Verbesserung der Energieeffizienz der Heizungsanlagen ist notwendig.
  • Es wird eine Kopplung von EnEV und EEWärmeG gefordert.
  • Die unterschiedlichen Vorgaben für die verschiedenen regenerativen Energiequellen müssen abgeändert werden. Sie führen zu einer ungleichen Behandlung und erfordern einen erhöhten Beratungsbedarf.
  • Technologische Neuerungen müssen leichter in das bestehende Gesetz integriert werden können.

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