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Mietminderung bei Wasserschaden

8. September 2010 Kein Kommentar

Auf einmal tropft es durch die Decke. Dies kann mehrere Gründe haben. Einer davon wäre, dass der Obermieter seit nunmehr drei Stunden Wasser in sein Waschbecken laufen lässt. Ein weiterer könnte einem Bruch im Kupferrohr aus Ermüdungserscheinungen des Materials zugrunde liegen. Welche Ursache das unerwünschte Nass auch haben mag. Der Vermieter ist in solchen Fällen zum schnellen Handeln angehalten, um den Wasserschaden zu beheben.Der Mieter ist dabei berechtigt, eine Mietminderung einzufordern.

Wasserschaden: Zahlen und Fakten

Ein Wasserschaden muss dabei nicht einmal Gegenstände in der Wohnung zerstören. Eine Einschränkung der Lebensqualität des Mieters liegt bereits dann vor, wenn durch handwerkliche Eingriffe einzelne Zimmer oder Bereiche in Wohnung oder Haus nicht genutzt werden können. Sanitär24 hat einige Zahlen nach rechtskräftigen Urteilen recherchiert, wie hoch eine Mietminderung bei einem Wasserschaden in welchem speziellen Fall sein darf.

  • Ist die Wohnung aufgrund von aufgeweichten Wänden und Decken unbewohnbar, muss der Mieter grundsätzlich gar keine Miete mehr entrichten
  • Der Wasserschaden hat die Wohnung überschwemmt und durch die hohe Feuchtigkeit entstehen starke Gerüche und alle organischen Stoffe fangen an aufzuquellen → Mietminderung 80 %
  • Wasser dringt durch den Boden nach oben, löst Tapeten ab und lässt Risse in festen Materialien entstehen → Mietminderung 60 %
  • Der Klassiker: Wasser tropft durch die Zimmerdecke → Mietminderung 30 %
  • Eine Decke, die vom Wasser schon durchfeuchtet ist, ist immerhin noch 8 % Mietminderung wert.

Ein Wasserschaden bildet schnell Schimmel

Letztlich sind diese Zahlen nur Richthilfen aus Urteilen, die immer wieder einmal nach verhandelt werden. Grundsätzlich jedoch besteht in den meisten Fällen ein Anspruch, den man vor allem nutzen sollte, wenn der Vermieter sich viel Zeit mit der Beseitigung des Wasserschadens lässt. Denn, um so länger ein Mauerwerk, eine Tapete oder ein Holzfußboden der Feuchtigkeit ausgesetzt ist, umso höher ist die Gefahr einer Schimmelpilzbildung.

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