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Korrosionsschutz für Heizungsanlagen

5. Oktober 2010 Kein Kommentar
Korrosionsschutz vergessen?

Korrosionsschutz vergessen? - © Anna Lena Ramm by pixelio.de

Die gängige Methode eine Heizungsanlage zu befüllen, bzw. sie beim Wintercheck nachzufüllen, ist von einer Kaltwasserstelle einen Schlauch abzuführen, an das Füllventil anzuschließen und dann „Wasser Marsch“. Viele wissen jedoch gar nicht, dass sie sich damit auf Dauer eigentlich keinen Gefallen tun. Denn unbehandeltes Trinkwasser kann leicht korrodieren. Darum gibt es Möglichkeiten dem Wasser Stoffe zu entziehen, um den Korrosionsschutz zu gewährleisten.

Wasseraufbereitung garantiert Korrosionsschutz

Um zu verstehen, warum herkömmliches Trinkwasser Korrosion hervorruft, muss man sich zunächst mit der chemischen Zusammensetzung befassen. In Trinkwasser sind Salze enthalten, die die elektrische Leitfähigkeit des Wassers begünstigen. Wasser in Verbindung mit elektrischem Strom verursacht Korrosion. Entzieht man dem Wasser nun diese Salze komplett, ist der Korrosionsschutz schon zu einem großen Teil perfektioniert. Ein weiterer Punkt ist allerdings auch die Anreicherung mit Sauerstoff. Sauerstoff in Verbindung mit Wasser verursacht ebenfalls Korrosion.
Ohne einen Korrosionsschutz werden Kessel- und Rohrwerkstoffe von innen schnell abgetragen und auch die Funktion von Umwälzpumpen und engen Rohstellen durch Steinbildung leidet enorm.

Korrosionsschutz durch Entsalzung und Reduzierung des Sauerstoffgehaltes

Darum gibt es mittlerweile Hersteller, die Geräte zur Behandlung von Trinkwasser vor der Befüllung der Heizungsanlage herstellen. Diese Geräte zum Korrosionsschutz richten sich nach der inzwischen novellierten VDI-Richtlinine 2035, Blatt 2. In dieser Richtlinie sind detailliert die Planung sowie auch die betriebstechnischen Maßnahmen für den Korrosionsschutz zusammengefasst. Für die Entsalzung sind dabei Mischbett-Ionentausch-Patronen vorgesehen, die Sauerstoffreduzierung findet durch eine automatisierte Füllstation, die von vornherein die Beimischung von Sauerstoff auf ein Minimum reduziert, statt. Des Weiteren empfiehlt die VDI-Richtlinie, auch auf den PH-Wert ein besonderes Auge zu werfen. Im alkalischen Bereich zwischen 8,2 und 10 sollte dieser dabei liegen. Im Normalfall sollte sich dieser Wert auch durch Eigenalkalisierung von allein einstellen. Ist dies aber nicht der Fall, kann auch hier mit speziellen Mitteln nachgeholfen werden.

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