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Heizkörper entlüften: simple Technik, große Wirkung

17. August 2010 Kein Kommentar

Die kalte Jahreszeit bricht an und das heißt auch die Heizung wird vom Sommer- in den Winterbetrieb gesetzt. Doch beim Hochfahren der Heizung fällt auf, dass in es in den Heizkörpern anfängt zu gluckern. Es handelt sich dabei um Luft, die sich im Heizkreislauf befindet.
Doch nicht nur das Geräusch ist störend. Auch die Funktion der Heizkörper ist eingeschränkt, da sie sich an den Stellen, an denen sich die Luft befindet, nicht erwärmen. Um dem abzuhelfen, muss man die Heizkörper entlüften.

Vorgehensweise um Heizkörper zu entlüften

Folgende drei Dinge sollte man zum Heizkörper entlüften dabei haben.
Einen Eimer, um das austretende Wasser aufzufangen, einen Lappen um die Wasserreste vom Heizkörper zu entfernen und natürlich den Entlüftungsschlüssel selbst, um die Entlüftungsventile, die an jedem Heizkörper verbaut sind, zu öffnen. Einen solcher Schlüssel ist in jedem Sanitärbetrieb oder in Baumärkten erhältlich.
Die Vorgehensweise ist nun recht simpel. Da Luft leichter als Wasser ist, stiegt sie im Heizkreislauf nach oben, was bedeutet, dass das Heizkörper entlüften vom Keller bis zum Dachboden, also von unten nach oben vorgenommen werden muss.
Die Ventile werden geöffnet, damit die Luft entweichen kann. Sobald nur noch Wasser aus dem Ventil austritt, wird es wieder geschlossen. Indem man die Luft entweichen lässt, fällt natürlich auch der Gesamtdruck der Anlage. Deshalb kann es passieren, dass man irgendwann einen Heizkörper öffnet und weder Luft noch Wasser ausströmt. In diesem Fall muss Wasser am Heizkessel nachgefüllt werden, um den Druck wieder zu erhöhen. Der Idealdruck für eine gefüllte Heizungsanlage lässt sich anhand einer physikalischen Faustregel bestimmen.
1 Bar entspricht zehn Meter Wassersäule. Dies bedeutet um Wasser einen Meter in die Höhe zu treiben, sind 0,1 Bar notwendig. Ist ein Haus also ungefähr 8 Meter hoch, so sollte die Heizungsanlage mit 0,8 Bar gefüllt sein. Hat man alles entlüftet, sollten die Geräusche verschwinden. Als Letztes prüft man, ob der im Haus am höchsten hängende Heizkörper vollständig warm wird. Ist dies der Fall, erwärmen sich alle anderen logischerweise auch.

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