Energieausweis für Gebäude

Energieausweis für Wohngebäude
Energieausweis für Wohngebäude - © ehuth by pixelio.de

Berlin Seit der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahr 2009 ist der Energieausweis in aller Munde. Da in der Verordnung die Gesamtenergie eines Hauses bewertet wird, erhöhen sich auch die Anforderung an die Hausisolierung. Der Energieausweis hat die Aufgabe, das Gebäude energetisch zu bewerten.

Der Energieausweis wurde durch die Deutsche Energie-Argentur GmbH (dena) ursprünglich unter dem Namen Energiepass entwickelt. Die aktuell gültige Variante ist gemäß EnEV 2009 bei der Veränderung oder Erweiterung bestehender Gebäude sowie der Errichtung neuer Häuser auszustellen. Die Ausnahme hierbei bilden Gebäude mit einer Fläche bis 50 qm und Baudenkmäler. Bei Gebäuden mit mehreren Wohnparteien ist gemäß Verordnung nur ein Energieausweis für das komplette Gebäude auszustellen.

Sollten Gebäude sowohl als Wohn- als auch als Nichtwohngebäude genutzt werden, kann der Energieausweis auch für einzelne Gebäudeteile ausgestellt werden. Auch öffentliche Gebäude sind von den Änderungen der EnEV 2009 betroffen. Die Verordnung sieht hier jedoch nicht nur die Erstellung einen Ausweises vor, sondern auch deren Aushang.
Grundlage für die Erstellung des Energieausweises ist entweder der berechnete Energiebedarf oder der gemessene Energieverbrauch, wobei die gemessenen Werte die generell günstigen Grundlagen für die Eigentümer darstellen.

Ausstellung des Energieausweises


Ausgestellt wird der Energieausweis im Allgemeinen durch berechtigte SHK Betriebe. Dazu bieten die meisten Innungen und Fachverbände, wie beispielsweise in Köln, Frankfurt oder Stuttgart, permanente Weiterbildungsmöglichkeiten an. Da die Berechtigung zum Ausstellen der Energieausweise in der EnEV 2009 nicht eindeutig geregelt ist, obliegt dies der Zuständigkeit der Bundesländer. Grundsätzlich dürfen Energieausweise für bestehende Gebäude durch Hochschulabsolventen der Studiengänge Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Physik, Bauphysik, Elektrotechnik oder Maschinenbau ausgestellt werden.

Auch die Handwerksmeister aus dem Bereich des SHK Handwerks, sowie staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker können für diese Tätigkeit herangezogen werden. Dazu ist eine entsprechende Weiterbildung, die durch die Dachverbände oder Innungen angeboten werden, von Nöten.

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