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Die Erdwärmeheizung: neue Entwicklungen bei der GET Nord

15. November 2010 Ein Kommentar

Bohrgerät für die Sonde einer Erdwärmeheizung

Bohrgerät für die Sonde einer Erdwärmeheizung - © www_hdmax_de by pixelio.de

HamburgAuf der GET Nord, der Zusammenführung der Fachmessen shk Hamburg und Nord Elektro werden unter anderem die neuesten Entwicklungen im Bereich der Erdwärmeheizungen präsentiert. Diese Heizungsform ist aufgrund ihrer Umweltbilanz nicht unumstritten. Zurückzuführen sind die Diskussionen auf die Funktionsweise.

Funktionsweise der Erdwärmeheizung

Eine Erdwärmeheizung ist eine Form der Wärmepumpenheizung. Diese funktioniert, indem sie dem Umfeld, also in diesem Fall dem Erdreich, Wärmeenergie entzieht und damit das Heizungssystem erhitzt.

Für die Erdwärmeheizung ist eine fünf bis 250 Meter tiefe Bohrung notwendig. Ein Kältemittel, welches bereits bei relativ geringen Temperaturen verdampft, wird durch die Erdwärme erhitzt, mithilfe einer Wärmepumpe verdichtet und dadurch noch weiter erwärmt. Dieses Gas gelangt anschließend zum Wärmetauscher, wo es seine Wärme abgibt, dadurch abkühlt und sich wieder verflüssigt. Nun wird das flüssige Kältemittel zum Verdampfer transportiert und der Kreislauf beginnt erneut.

Vorteile der Erdwärmeheizung

Die Erdwärmeheizung benötigt sehr wenig Platz. Es wird kein separater Stauraum für Heizöl oder Holz gebraucht. Die Nutzung ist absolut gefahrlos. Die Heizung arbeitet automatisch, was einen großen Komfort mit sich bringt. Die Kosten für den Betrieb einer solchen Anlage sind relativ niedrig, solange die Voraussetzungen stimmen. Man ist unabhängig von Gas und Öl und entlastet die Umwelt. Das Gerät ist wartungsfrei und hat eine Laufzeit von 20 Jahren.

Nachteile einer Erdwärmeheizung

Negativ ins Gewicht fallen unter anderem die hohen Kosten für die notwendige Tiefenbohrung. Diese erhöhen die ohnehin recht hohen Investitionen. Deshalb sollte man sich vor der Entscheidung für eine Heizung mit einer Wärmepumpe unbedingt eine Rechnung über die Gesamtkosten erstellen lassen.

Auch die Voraussetzungen müssen gegeben sein: Das Haus muss über eine ausreichende Dämmung verfügen. Oftmals muss eine weitere Wärmequelle installiert werden, da die Leistung der Erdwärmeheizung deutlich sinkt, wenn beispielsweise Wasser erwärmt werden muss. Auch wenn ein Raum schnell erwärmt werden muss, ist oftmals eine zusätzliche elektrische Heizung notwendig. Die Umweltbilanz fällt schlechter aus als bei einer Heizung mit Holzpellets, da gerade im Winter der Strom hauptsächlich aus fossilen Energieträgern gewonnen wird.

Ein Kommentar »

  • Hatus schrieb:

    Sehr schöner Artikel. Kleine Ergänzung: Seit dem 15.03.2011 wird die Wärmepumpe wieder staatlich subventioniert. Dies senkt die Anschaffungskosten einer Erdwärmeheizung wieder etwas.

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