Der Klempner: eine Aufklaerung über das Berufsbild

Viele Leute glauben das der Beruf des Klempners und der des Gas- und Wasserinstallateurs (heute Anlagenmechaniker), ähnlich wie es beim Schreiner und Tischler ist, derselbe sind und nur ein anderer regionaler Sprachgebrauch vorherrscht. Das ist ein Irrtum! Ein Branchenbild zur Aufklärung.

Das Klempnerhandwerk als Traditionsberuf

Der Klempner oder auch Spengler ist ein Handwerker der Gegenstände aus Metall be- und verarbeitet. Das Klempnerhandwerk hatte eine lange Tradition und verlangt ein außerordentliches Geschick. Der Hauptaufgabenbereich liegt in der Herstellung von Blech- und Kupferdächern sowie Regenrinnen und Fassadenverkleidungen aus Metall. Dabei benutzt der Klempner Metalle aus Kupfer, Zink, Blei, Aluminium oder dünnen Eisen, die mit Hilfe von Blechscheren, verschiedensten Hammersorten in die die richtige Form gebracht und später durch Hart- oder Weichlot miteinander verbunden werden. Darüber hinaus wurden vom Klempner früher auch Lüftungskanäle aus Blech gefertigt. Die Fertigung wird heute aber wegen der aufwendigen Herstellung von Hand, maschinell betrieben und die Installation vom Zentralheizungs- und Lüftungsbauer (heute ebenfalls Anlagenmechaniker) durchgeführt.

Ausbildung zum Klempner

Die Ausbildung zum Klempner dauert 3,5 Jahre und ist in einem dualen Lernverfahren geregelt, was bedeutet, dass ein praktischer und ein schulischer Teil miteinander kombiniert werden. Im ersten Ausbildungsjahr wird dem Klempnerlehrling, der grundsätzliche Umgang mit Werkstoffen, wie feilen, sägen, löten und messen vermittelt. Im zweiten und dritten Lehrjahr erlernt der Klempnerprüfling das verarbeiten der Materialien zu Dachrinnen, Lüftungsrohren sowie Dach- und Fassadenplatten. Im Gehaltssektor ist der Klempner trotz seiner hohen Fähigkeiten sehr weit unten angesiedelt. Mit nur knapp 400 € im ersten und 600 € im letzten Lehrjahr und einer Entlohnung als Geselle, im Bundesschnitt von 2200 € brutto.

Die Zukunft des Klempners

Das Verarbeiten von Blechen per Hand ist ein aufwendiger und langer Prozess und wird immer weiter automatisiert. Dennoch wird der Klempner weiterhin für das Bedachen von Häusern mit Blechen ein Monopol behalten.
Die Beschäftigungszahlen sind nur leicht in den vergangenen Jahren gefallen.

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