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Der Gaszaehler, das unbekannte Wesen

17. August 2010 Kein Kommentar

In jedem Haushalt hängt einer. Kaum einer versteht in. Und die meisten würden in gern zurückdrehen. Es dreht sich um den Gaszähler. Doch wie genau funktioniert ein Gaszähler und warum gibt es verschiedene Modelle? Eine Zusammenfassung über Funktion und Modelle.

Funktionsweise des Gaszählers

1816 entwickelte der Brite Samuel Clegg den ersten Gaszähler: Ein Gaszähler oder auch eine Gasuhr ist ein Messgerät, um ein Gasvolumen das in m³ gemessen, und für die Ermittlung des Gasverbrauchs in Haushalten eingesetzt wird, dient. Es gibt Hoch- und Niederdruckmodelle. Gaszähler im Niederdruckbereich werden für den Hausgebrauch verwendet, während Hochdruckgeräte für Industrieanlagen eingesetzt werden.
Der Zähler misst dabei die Kubikmeter im Betriebszustand. Für die spätere Abrechnung wird dies allerdings in den sogenannten Normkubikmeter umgerechnet. Als Normkubikmeter wird dabei die Menge des Gases unter Idealbedingungen verstanden. Dabei spielen physikalische Größen, wie Druck (1,01 bar), Temperatur des Gases (273 K = 0°C) und die Luftfeuchtigkeit (0%) eine Rolle. Da sich ein Gaszähler in verschiedenen Höhenregionen befinden kann, wird eine Angleichung des Druckes vorgenommen und eingerechnet. Denn hängt der Gaszähler in Bayern auf 1100 Metern und an der Nordseeküste nur 10 Meter über dem Meeresspiegel, stellt dies für den Druck einen enormen Unterschied dar. Auch eine mittlere geschätzte Gastemperatur muss mit eingerechnet werden. Alle Daten inklusive der gezählten Menge werden verrechnet und ergeben die letztendlich verbrauchte Wärmeenergie, die von den Versorgern mit einem Preis belegt ist.

Arten von Gaszählern

Es gibt viele verschiedene Arten von Gaszählern. Die Bekanntesten aber sind:

  • Balgengaszähler
  • Drehkolbenzähler
  • Turbinenradzähler
  • Ultraschallzähler


Der Balgengaszähler funktioniert über zwei Membrane, die ihre Kammern immer wieder be- und entleeren. Er ist das gängigste Modell für Privathäuser.
Der Drehkolbenzähler wird hauptsächlich im industriellen Bereich eingesetzt und enthält zwei 8-förmige Drehkolben, die ebenfalls für den Druckauf- und Abbau dienen. Turbinenradzähler funktionieren über ein Rad was proportional zum Verbrauch rotiert und Ultraschallzähler arbeiten völlig ohne mechanische Teile durch die Messung von Schallwellen zur Laufzeit.

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