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BHKW – Wirtschaftlichkeit trotz fehlender Fördermaßnahmen

25. November 2010 Kein Kommentar
BHKW hilft Energie sparen

BHKW hilft Energie sparen - © insektivor212 by pixelio.de

BerlinEin Blockheizkraftwerk (BHKW) rechnet sich wirtschaftlich erst durch eine hohe Anzahl jährlicher Volllaststunden sowie durch staatliche Subventionen. Bleibt diese Förderung jedoch aus, muss die Wirtschaftlichkeit des BHKW auf andere Weise gesichert werden, zum Beispiel durch die Kopplung mit einer Absorptionskälteanlage.

BHKW: mit Kälte die Effizienz steigern

Die Förderung kleiner Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen nach dem Marktanreizprogramm durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist seit dem Sommer dieses Jahres ausgesetzt. Dadurch sind Blockheizkraftwerke für den Nutzer nicht mehr so rentabel. Um die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage zu gewährleisten, müssen nun Alternativen gefunden werden.

Erfahrene Anlagenmechaniker geben an, dass sich die Anzahl der jährlichen Volllaststunden durch die Kopplung einer BHKW-Anlage mit einer Absorptionskältemaschine um bis zu 2.000 Stunden erhöhen lässt. Eine derartige Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) verbessert nicht nur die Energieeffizienz, sie trägt auch zu einer besseren CO2-Bilanz bei.

Man unterscheidet zwei Systeme: die Wasser-Lithiumbromid- und die Ammoniak-Wasser-Absorptionskälteanlage. Letztere wird für die Kraft-Wärme-Kopplung genutzt. Dabei bildet Ammoniak das Kältemittel, während das Wasser als Lösemittel zum Einsatz kommt. Durch den Einsatz natürlicher Mittel ist diese Anlage kostengünstig und ungefährlich. Allerdings wird giftiges Natriumdichromat eingesetzt, um Korrosionen zu verhindern.

Einsatzgebiete der KWKK als Erweiterung der BHKW-Anlage

Besonders effektiv arbeiten diese Erweiterungen der BHKW-Systeme in Gebäuden, die ganzjährig einen gleichbleibenden Wärme-, Kälte- und Strombedarf haben. Industriestätten, Krankenhäuser und Bürogebäude wären hier exemplarisch zu nennen. Entscheidend für eine effektive Nutzung sind jedoch die richtige Dimensionierung der Anlage sowie passend dimensionierte Speicher für das warme und das kalte Wasser.
Allerdings haben diese Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungen auch Nachteile. Für einen Einbau sind deutlich höhere Investitionskosten zu tätigen. Außerdem benötigen diese Geräte mehr Platz.

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