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Badezimmer behindertengerecht machen

23. September 2010 Kein Kommentar
Badezimmer behindertengerecht machen

Badezimmer behindertengerecht machen - © somadjinn by stock.xchng

Schnell kann eine Familie ein Schicksal erreichen, bei dem ein Mitglied behindert wird. Ein Autounfall, Schlaganfall oder auch einfach nur das Alter können einen Menschen sehr schnell einschränken. In diesem Fall müssen in der Wohnumgebung einige Umbaumaßnahmen vorgenommen werden, um die Zugangs- und Pflegemöglichkeiten zu sichern. Sanitär24.com erklärt, auf was zu achten ist, um ein Badezimmer behindertengerecht zu gestalten.

Zugang und Vorrichtungen im Badezimmer

Zunächst muss geklärt sein, wie die behinderte Person überhaupt Zugang zum Sanitärbereich bekommen soll. Sitzt die Person in einem Rollstuhl, muss sichergestellt sein, dass die Tür des Badezimmers breit genug ist, um sie mit dem Rollstuhl zu passieren. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass sich die behinderte Person ohne große Anstrengung mit dem Rollstuhl in dem Badezimmer drehen kann und zu Waschbecken, Dusche und WC freie Zufahrt hat. In der Dusche – falls eine Badewanne im Badezimmer verbaut ist, sollte diese gegen eine Dusche ersetzt werden – sollte ein spezieller Duschsitz mit Halterungen und eventuell eine Kopfstütze installiert werden. Außerdem sind Duschstange und Duschkopf so anzubringen, dass eine sitzende Person mühelos herankommt.Außerdem sind Duschstange und Duschkopf so anzubringen, dass eine sitzende Person mühelos herankommt. Die Amaturen müssen durch den regelmäßigen Einsatz von Bio Entkalker für das Bad vor Kalkverkrustungen geschützt werden, um eine reibungslose Funktionsfähigkeit jederzeit zu gewährleisten.

An der Toilette müssen links und rechts Stützen, an denen sich die im Rollstuhl sitzende Person selbstständig hochziehen kann, um vom Rollstuhl auf das Toilettenbecken setzen zu können und umgekehrt.

Das Waschbecken ist in einer, für die im Rollstuhl sitzende Person angenehme Höhe anzubauen und ebenfalls mit Stützen an den Seiten zu versehen. Auch der Spiegel muss natürlich wesentlich tiefer hängen als für stehende Personen. Über die exakten Maße und Möglichkeiten informiert auch der Anlagenmechaniker.

Badezimmer-Zuschuss von der Pflegeversicherung

Alle der eben genannten Maßnahmen kosten eine Menge Geld. Bei der Pflegeversicherung kann allerdings ein Zuschuss für diese „Wohnumfeldverbessernden Umbaumaßnahmen“ gestellt werden. Damit diesem Antrag entsprochen werden kann, muss eine sogenannte Pflegestufe, nach dem elften Sozialgesetzbuch für die behinderte Person veranlasst worden sein. Die Pflegestufe gibt Auskunft über die Einschränkungen und die Selbstständigkeit der Person.

Die Höhe der Bezuschussung für den Umbau eines Badezimmers hängt von der Versichertenkasse und dem jeweiligen Bundesland ab. In Allgemeinen kann aber von einem Betrag bis zu rund 2500 € ausgegangen werden.

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