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Ausbildungsplaetze plus Bonus

18. August 2010 Kein Kommentar

Nachdem die Wirtschaftskrise über Deutschland hinweg gerollt ist, sollte man glauben die Wirtschaft erholte sich nur langsam. In vielen Branchen mag das auch zutreffen, gerade im Handwerk aber weht ein anderer Wind. Ausbildungsplätze gibt es mittlerweile mehr als Aspiranten und das schon seit Jahren.

Der Arbeitsmarkt hat sich gerade im Handwerk stark gewandelt. Wenn früher noch mehrere Bewerber um einen der Ausbildungsplätze kämpfen mussten , so können die Anwerber heutzutage zwischen verschiedenen Betrieben wählen. Darum müssen die Unternehmen immer kreativer werden, um Azubis anzulocken und einen Ausbildungsplatz zu besetzen.Bei uns können die Auszubildenen einen Teil ihrer Ausbildung an unserem Brüsseler Standort absolvieren und sich einen Bonus von bis zu 150 € monatlich erarbeiten“, erklärt die Mitinhaberin eines Ingolstädter Sanitärbetriebs, der Anlagenmechaniker ausbildet.

Tiefe Löcher durch unbesetzte Ausbildungsplätze

Laut des Wirtschaftsverbandes DIHK blieb 2009 jeder fünfte Ausbildungsplatz unbesetzt. 580.000 Schulabgänger kamen im vergangenen Jahr von den Haupt- und Realschulen. Tendenz: Stark fallend. 2020 werden es nach Schätzungen nur noch 500.000 sein. Die Probleme herrschen gerade in Ostdeutschland vor, wo es immer weniger Junge Menschen, durch die Abwanderung in den Westen gibt. Aber auch vermeintlich attraktive Großstädte sind mittlerweile betroffen. So kommen in Köln und Hamburg auf 120 Ausbildungsplätze 100 Bewerber. Die Handwerkskammer Erfurt will beim Messeauftritt Ende des Jahres sogar noch einen Schritt weiter gehen. Ein 1000 € Willkommenspaket in Form eines Netbooks und einer Jahreskarte für den Nahverkehr bei Unterschrift eines Ausbildungsvertrages winkt.

Der Demographische Wandel kennt keinen Bonus

Diese Maßnahmen hören sich alle sehr nett an und dürften für die Auszubildenden eine große Freude sein, den demographischen Wandel aber können sie nicht stoppen. Darum fordern viele, wie die Bundesagentur für Arbeit, in lernschwache Jugendliche, statt in teure Geschenke zu investieren und schon an der Basis, nämlich den Schulen präsent zu sein, um Ausbildungsplätze schmackhaft zu machen.

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