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Altes Duschwasser zur Wärmerückgewinnung

27. Oktober 2010 Kein Kommentar

Wärmerückgewinnung durch Duschwasser

Wärmerückgewinnung durch Duschwasser - © RainerSturm by pixelio.de

HamburgIn einem Hallenbad im Stadtteil St. Pauli wurde ein System zur Wärmerückgewinnung installiert. Das warme Abwasser wird hier nun zur Erwärmung von frischem Trinkwasser genutzt. Die Funktionsweise des Systems ist jedoch recht kompliziert, eine Installation kann nur durch einen geeigneten Fachmann erfolgen.

Das Thema Energiesparen steht in der heutigen Zeit zunehmend im Fokus. Immer neuere Methoden der Energieeinsparung werden entwickelt und umgesetzt. Häuser und Wohnungen sind inzwischen so gut, dass der Energiebedarf zum Heizen schon erheblich reduziert wurde. Dementsprechend wird heute zu großen Teilen oft mehr Energie für die Warmwasserbereitung, als zum Heizen eines Raumes benötigt. Gute Möglichkeiten an dieser Stelle ebenfalls Energie zu sparen, bieten sich einerseits durch den Einsatz eines Solar-Wasserbereiters und andererseits auch durch die Nutzung eines neuen Verfahrens zur Wärmerückgewinnung aus sogenanntem Grauwasser.

Bei Grauwasser handelt es sich um das Abwasser von Waschbecken, Waschmaschine, Dusche und Badewanne. Dieses fällt normalerweise kontinuierlich in größeren Mengen an und hat im Schnitt eine Temperatur von 30°C. Die damit verbundene restliche Wärmeenergie geht in den meisten Fällen aber ungenutzt verloren. Durch besondere Systeme zur Grauwasser Wärmerückgewinnung kann diese Energie jedoch nutzbar gemacht werden.

Funktionsweise der Wärmerückgewinnung aus Grauwasser

Für den Einsatz eines solchen Systems ist es zunächst erforderlich, dass das Grauwasser separat gesammelt wird. In einem ersten Schritt wird es auf dem Weg zur Wärmerückgewinnungsanlage in einem vorgeschalteten selbstreinigenden Filter von groben Schmutzpartikeln, wie Haaren oder Fusseln befreit. Die Anlage zur Wärmerückgewinnung funktioniert nach dem Prinzip eines Wärmeaustauschers. Nach der groben Reinigung wird das Grauwasser anschließend zu einer Wärmetauscherspirale geleitet und umfließt diese. Hier gibt es bis zu 60 Prozent seiner Wärmeenergie an das entgegenströmende kalte Wasser ab. Das kalte Wasser wird bei diesem Prozess erwärmt, in einem Pufferspeicher gesammelt und steht nun zur Warmwasserbereitung zur Verfügung.

Besonders geeignet sind Systeme zur Wärmerückgewinnung aus Grauwasser für Mehrfamilienhäuser sowie kleinere Wohnanlagen, Ferienanlagen und Hotels. Da hier im Allgemeinen sehr viel Grauwasser anfällt, kann die Nutzung einer Anlage zur Wärmerückgewinnung zu einer Reduktion von 50 Prozent der Heizenergie zur Warmwassererzeugung beitragen. Auch in Schwimmbädern werden solche Systeme bereits eingesetzt, um frisches Trinkwasser vor dem Zulauf in die Schwimmbecken zu erwärmen.

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