Ärgernis tropfender Wasserhahn

tropfender Wasserhahn
Tropfender Wasserhahn - © nkzs by stockchng

Wenn ein tropfender Wasserhahn im Haus ist, bedeutet dies meist drei Dinge. Ein lästiges Geräusch, Kalkstellen am Porzellan und je nach Wasseraustritt auf Dauer natürlich auch ein höherer Wasserverbrauch. Doch in den seltensten Fällen muss dafür der ganze Wasserhahn vom Anlagenmechaniker ausgetauscht werden.

Tropfender Wasserhahn: Die Ursachen

Der Grund für eine Undichtigkeit am Wasserhahn liegt meist am sogenannten Hahnoberteil. Dieses Bauteil ist in der Wasserarmatur verbaut und sorgt dafür, dass beim Öffnen und Schließen des Hahns ein Ventilteller den Wasserfluss ermöglicht oder unterbindet. Dieser Ventilteller ist mit einer Gummidichtung versehen, in der sich Risse oder Unregelmäßigkeiten aufgrund von Verschleiß bilden können.
Irgendwann kann der Teller noch so fest auf den Zulaufstutzen gepresst werden, die Armatur schließt dennoch nicht mehr ordnungsgemäß und das Wasser läuft nach. Resultat: Ein tropfender Wasserhahn.

Tropfender Wasserhahn: Das Vorgehen


Die Hahnoberteile oder auch nur die Dichtungen können in jeder erhältlichen Armatur ausgetauscht werden. Dazu ist wie folgt vorzugehen:

  • Wasser an den Eckventilen unterhalb des Waschbeckens schließen
  • Wasserhahn langsam öffnen und den verbliebenen Wasserdruck abzulassen
  • Griff der Armatur entfernen
    • Bei Armaturen, die mit Drehgriffen ausgestattet sind, können die Griffe meist durch ein Abziehen nach oben entfernt werden
    • Bei Armaturen, die mit einem Schwenkgriff ausgestattete sind, versteckt sich meist hinter der kleinen rot-blauen Plastikkappe, die Warm- und Kaltwasserseite anzeigt, eine kleine Inbusschraube. Wird sie gelöst, kann der Griff ganz leicht abgenommen werden
  • Neues Ventiloberteil mit einem Maulschlüssel (meist Größe 17) herausschrauben
  • Dichtung und Ventiloberteil auf Schäden überprüfen
  • Dichtung austauschen oder gegebenenfalls das komplette Hahnoberteil wechseln
  • Vor dem Einschrauben mit Armaturenfett einstreichen
  • Griff wieder befestigen und Gängigkeitstest durchführen
  • Eckventile bis auf eine halbe Umdrehung vor Maximum aufdrehen und Dichtigkeit der Armatur prüfen

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